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Warum wird der Präparationsbegriff in der klassischen Physik so wenig beachtet?

Ist der Präparationsbegriff in der klassischen Physik unwichtig? Warum redet man dort nie von einer Präparation?

Die Antwort auf diese Frage liegt wohl darin, dass die Präparation als völlig selbstverständlich betrachtet wird. In jedem Experiment werden am Anfang kontrollierte Anfangsbedingungen hergestellt. Das ist bei dem hier betrachteten Wurfexperiment nicht anders als in einem Experiment in der Optik (Herstellen eines wohldefinierten Lichtbündels mit Blenden und Filtern) oder der Wärmelehre (Einstellen von Temperatur und Druck).

In der Quantenmechanik kann man sich dessen nicht so sicher sein. Im Gegenteil: Es wird sich zeigen, dass man eine der zentralen Aussagen der Quantenmechanik, die Heisenberg´sche Unbestimmtheitsrelation, als eine Aussage über Präparationen formulieren kann: Die gleichzeitige Präparation von Ort und Impuls an einem Ensemble von Quantenobjekten ist nicht möglich.

Vieles von dem, was die Quantenmechanik so schwer verständlich macht, ist auf begriffliche Unklarheit zurückzuführen. Der Begriff der Präparation trägt dazu bei, diese Unklarheit ein wenig zu verringern.



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